Die Wanderung zu den Bergbauernhöfen von Rust, Gupp und
Gospeneid ist auch bei “schönstem” Regenwetter empfehlenswert und lohnend. Mag
auch der Fernblick in die Ridnauner Gletscherwelt oder der Tiefblick in den
Sterzinger Talkessel von Wolken und Nebelschwaden verhindert werden, so bilden
die vielen unscheinbaren Dinge entlang des Weges durch die größtenteils
geordnete und gepflegte Kulturlandschaft doch reichlich Anlass zum Schauen und
Staunen. Lassen Sie sich einfach vom Duft der Maiglöckchen und von der Blütenfülle
der Alpenreben, vom üppigen Grün oder vom herbstlichen Leuchten der Wiesen und
Wälder einfangen. Während zur Höfegruppe Gupp der alte Fußweg Nummer 14 den
Aufstieg übernimmt, müssen Sie für den Weiterweg nach Gospeneid, hinab ins
Jaufental und zurück nach Sterzing zum Großteil die Zufahrtsstraße benützen. Da
diese aber wenig befahren sind, wird die Wanderfreude dadurch nicht zu sehr
beeinträchtigt.
Wegbeschreibung:
Sie wandern beim Gasthof Transit unweit der Autobahn –
Zollstation (946 m) südwärts in den Jungwald. Der frühere Kirchweg (markiert
mit der Nummer 14) zieht in vielen Kehren durch den Steilhang hinauf zu den
Weisen von Außerrust und weiter durch sehr steilen Hochwald zum Höhenweiler
Gupp (1463 m). Auf der asphaltierten Straße kehren Sie leicht absteigend auf
die Sterzinger Talseite zurück und schlagen an er bezeichneten Abzweigung den
Fahrweg nach Gospeneid ein. Durch steilen Wald und Wiesen erreichen Sie einen
Geländevorsprung kurz vor Gospeneid. Sie wandern an den Häusern vorbei hinein
zum Bach und auf der anderen Talseite hinab zu einer Höfegruppe und auf deren
Zufahrtsweg hinunter zur Talstraße. Es ist möglich einen kurzen Abstecher in
den Hauptort Mittertal zu machen. Nun spazieren Sie auf der Straße talauswärts,
gehen bei der Wassersperre von St. Anton auf die linke Talseite und laufen
hinaus bis nach Gasteig (968 m). Bei der Gewerbezone überqueren Sie den
Jaufentaler Bach und wandern durch den südlichen Talhang, vorbei an der
früheren Einsiedelei mit der Mariä-Heimsuchungs -Kapelle, zurück zur
Zollstation.
Höhenunterschied: 523 m
Insgesamte Gehzeit: 5 – 6 Stunden
Anforderungen: etwas lang; anstrengend nur im Anstieg nach
Gupp.
Ausrüstung: Wanderausrüstung
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